Mission plus
roter Punkt  
 

Name der Volksgruppe: Shan
Religion: 99% Buddhisten, 0.6% Christen
Bevölkerung: ca. 6 Millionen
Sprache: Shan
Länder: Myanmar (Burma), Thailand, China und Laos
 

Die Shan sind in Thailand als „Thai Yai“, in China als „Dai“ und in Burma als „Shan“ bekannt. Sie bezeichnen sich selber als „Tai“. Sie sind ethnisch eng mit den Thai und Lao verwandt.
 

Die Shan leben hauptsächlich im Shan Staat von Myanmar (Burma), sowie in Thailand, Laos und China. Die Shan in Thailand arbeiten im Baugewerbe, in der Landwirtschaft, in der Fischerei und in der Prostitution. Die thailändische Wirtschaft ist stark von den billigen Arbeitern Burmas abhängig. Die Anzahl der Shan unter diesen Arbeitern ist unbekannt, aber man geht davon aus dass zur Zeit über 300'000 Shan in Thailand arbeiten, viele davon illegal. In Chiang Mai, der zweitgrössten Stadt Thailands, leben und arbeiten über 50'000 Shan.

Wegen den schwierigen Verhältnissen in Burma ist es unmöglich, genaue Angaben über die Bevölkerungszahl der Shan zu erhalten. Laut der burmesischen Militärregierung leben etwa 4 Millionen Shan im Shan Staat, also rund 10% der Bevölkerung Burmas. Man geht davon aus, dass mehrere hunderttausend Shan in Thailand leben. In den letzten Jahren hat die Zahl der Shan, die aus ihrem Gebiet wegzogen sind, drastisch zugenommen. 

Die medizinische Versorgung im Shan Staat ist sehr schlecht. Viele Shan sind unterernährt und die Hygiene und Trinkwasserversorgung ist ungenügend. Die Lebenserwartung in Burma beträgt zirka 56 Jahre, die Kindersterblichkeitsrate ist sehr hoch (78.5 pro 1000). Nur wenige Shankinder haben die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. In vielen Dörfern wird der buddhistische Tempel als Schule benutzt.

Die Infrastruktur im Shan Staat ist nach 40 Jahren Bürgerkrieg fast vollständig zerstört. Die meisten Dörfer haben weder fliessendes Wasser noch Elektrizität.

AIDS stellt ein grosses Problem dar im Shan Staat, weil viele Frauen ihr Geld als Prostituierte in Bangkok und anderen Städten Thailands verdienen. Man geht davon aus, dass zurzeit 10% der männlichen Bevölkerung im Shan Staat HIV positiv sind, was die höchste Infektionsrate in der Region bedeutet. Heroin sowie Methamphetamines, die in grossen Mengen an der thailändisch-burmesischen Grenze hergestellt werden, sind überall erhältlich.

Die Shan praktizieren den Theravada Buddhismus, den sie mit Animismus vermischen. Das Konzept eines allwissenden, allmächtigen Gottes ist unbekannt. Die Shan glauben an „phi“ oder Geister, die im Leben einer Person entweder gutes oder böses wirken können und deshalb besänftigt werden müssen. Ausserhalb jedes Dorfes befindet sich ein Geisterhaus, indem die Dorfgeister wohnen. In jedem Haus befindet sich zudem ein Altar, auf dem Kerzen verbrannt und Opfer dargebracht werden. Das Leben der Shan wird von diesen Geistern bestimmt und jedes Dorf hat verschiedene Geisterdoktors und Schamanen, die für Hochzeiten, Beerdigungen, Feste, Heilungen sowie Verfluchungen von Menschen konsultiert werden.

Seit Jahren werden die Shan auf brutale Weise durch die burmesische Armee verfolgt und unterdrückt. Ein Grund dafür ist wahrscheinlich, die Kontrolle über die natürlichen Resourcen gewinnen zu können, die sich im Shan Staat befinden. So werden ganze Dörfer zwangsumgesiedelt. Die Bewohner können jeweils nur das Allernötigste, oder was sie tragen können, mitnehmen. Es gibt eine grosse Anzahl dokumentierter Fälle von Folterung, Ermordung, Vergewaltigung sowie Plünderung und Abbrennen von ganzen Dörfern. Als Resultat sind zehntausende von Shan als Flüchtlinge nach Nordthailand geflohen. Dort wird ihnen jedoch der offizielle Flüchtlingsstatus, wie er etwa den Karen und anderen burmesischen Minderheiten gegeben wurde, verwehrt. Dies hat zur Folge, dass die Shan, die keine legalen Papiere haben, oft nach Burma ausgeschafft werden. In Thailand werden sie zudem von skrupellosen Firmeninhabern und Grundbesitzern missbraucht und ausgenützt, da sie sich ja wegen ihres illegalen Status rechtlich nicht wehren können.

 

Gebetsanliegen:
  • Betet, dass die schwierigen Umstände, in dem sich die Shan befinden sie offen werden lassen für den lebendigen Gott.
  • Betet, dass den Shan in Thailand der Flüchtlingsstatus gewährt wird, damit sie humanitäre Hilfe in Anspruch nehmen können.
  • Betet, dass die wenigen Christen unter den Shan ermutigt und gestärkt werden können.
  • Betet, dass lebendige Gemeinden unter den Shan gegründet werden können.
  • Betet um Heilung und Befreiung von Süchten und Aberglauben.