Mit der Übernahme der Verantwortung für den Aufbau der kamerunischen „Apostolic Church“ 1966, beginnt sich die Arbeit immer mehr auszuweiten. Die ersten Missionare kommen aus den eigenen Gemeinden in der Schweiz.
Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der einheimischen Kirche ist die Eröffnung einer Bibelschule In Kumba 1969. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wird sie zum Zentrum der theologischen und pastoralen Ausbildung und zu einer Quelle der Inspiration. Hunderte von Studenten erleben Prägung und Berufung. Aus einfachen Anfängen entwickelt sich die Schule bald zum „Apostolic Bilingual Bible College“
Die Bewegung fiebert mit der Entwicklung auf dem Missionsfeld mit und teilt auch die soziale Not. So wird 1971 in Banga-Bakundu in der Südwest Provinz Kameruns ein Gesundheitszentrum eröffnet. Krankenschwestern und Hebammen leisten im kamerunischen Busch herausfordernde Aufbauarbeit. In den Jahren 1990 – 1996 wird das Zentrum vollends der Apostolic Church übergeben.
Missionare und Missionsmitarbeiterinnen haben sich über Jahre der Förderung und Bildung von Frauen und der Schulung von Kindern und Jugendlicher angenommen. Im Zentrum stand immer ein ganzheitlicher Ansatz. Leib, Seele und Geist sollten gleichzeitig genährt werden und Entfaltung erleben können.
Die Arbeit der Kirche hat sich vom englischsprachigen Westteil aus, über den französischsprachigen Osten, bis hinauf in den mehrheitlich islamischen Norden ausgedehnt. Der Aufbau vitaler Gemeinden im Norden ist und bleibt eine grosse Herausforderung.
Mit anderen christlichen Kirchen ist auch die Apostolic Church, in einer Zeit grosser wirtschaftlicher Not und ethisch – moralischer Veränderungen, für viele leidende Menschen Kameruns ein Ort der Zuflucht und der Hoffnung für eine bessere Zukunft.
Im Jahre 2006 zählte die Apostolic Church „TACC“ rund 40'000 bis 60'000 Mitglieder. Diese werden von 281 Pastoren und vollzeitlichen Mitarbeitern in ungefähr 600 Gemeinden betreut.
Zurzeit engagiert sich MissionPlus vor allem in der Entfaltung einer neuen Form der Partnerschaft. Der Hauptfocus richtet sich auf die Ausbildung und Entwicklung einer tragfähigen Leiterschaft. Einige Bau-Projekte, die für die nationale Arbeit von Bedeutung sind, erfahren augenblicklich noch finanzielle Unterstützung.
Für Missionsinteressierte, die eine landesweit tätige, eigenverantwortlich geleitete Kirche mit einer 50-jährigen Geschichte, allen dazugehörigen ups & downs und einer doch inspirierenden Dynamik kennen lernen möchten, bietet sich die TACC förmlich an.
Wer afrikanische Anbetung, leidenschaftlicher Lobpreis und übersprudelnde Herzlichkeit erleben möchte, ist bei kamerunischen Christen am rechten Ort.


