In den 70er Jahren hat die Eglise Apostolique von Burkina Faso (EABF) die Schweiz um Missionare angefragt, um die junge kleine Gemeinde zu unterstützen.
Ihre Bitte fiel nicht auf taube Ohren: Eine Familie tat den Anfang, und mit den Jahren kam eine grosse Anzahl Missionare nach Burkina Faso für Gemeindebau, Frauenarbeit, Kinderarbeit, für die Gründung einer Bibelschule sowie für Sozialprojekte (Schule, Mädchenheim, Brunnenbau, Landwirtschaft, etc.). Seit 2006 sind nur noch zwei MissionPlus Familien in Burkina tätig: Familie Meyer arbeitet an der EA Bibelschule caf-tv und die Familie Niggli ist in der Bibel-Übersetzungsarbeit tätig (Wycliffe).
An der Bibelschule caf-tv bilden sich momentan 46 Männer und (Ehe-)Frauen zum Dienst in der Gemeinde aus – ein Teil davon aus der EA Togo, EA Elfenbeinküste sowie aus zwei anderen Denominationen in Burkina.
Pastor Albin ist ein Beispiel eines innovativen und integren Pastors, der eine kleine Landgemeinde im Dorf Loumbila übernommen hat. Nach 3 Jahren Ausbildung an der Bibelschule caf-tv hat er ein kurzes Praktikum in seiner Heimatgemeinde gemacht und ist dann mit seiner Familie nach Loumbila gezogen. Die Gemeinde ist seit seiner Ankunft gewachsen, er organisiert immer wieder Evangelisationen und lebt seinen Glauben auch im Alltag vorbildlich aus: Er nimmt Leute bei sich auf, die in Not sind und besucht die Kranken und Bedürftigen im Dorf, um für diese zu beten. Von der Dorfbevölkerung (die vorwiegend den animistischen Glauben praktiziert) wird er sehr geachtet und geschätzt. Die Pastoren der EABF erhalten von ihren Lokalgemeinden einen finanziellen Zustupf, müssen aber selber schauen, wie sie sich und ihre Familie über die Runde bringen. Pastor Albin besitzt einen Steinbruch, wo er mit bis zu einem Dutzend Mitarbeiter Steinquader pickelt.
Die Zusammenarbeit der EABF mit der Schweiz entwickelt sich immer mehr zu einer ebenbürtigen Partnerschaft. Einerseits nimmt die Schweiz ihre Verantwortung als wohlhabendes Land wahr, gewisse Projekte der EABF punktuell zu unterstützen, anderseits wird darauf hingearbeitet, dass sich die EABF zu einer autonomen Kirche entwickeln kann.
Wer sich einmal nach Burkina Faso wagt, um seine Glaubensgeschwister zu besuchen, wird schon bald von ihrer Herzlichkeit und ihrem begeisternden Glauben erfasst!


